Andrae Bahlmann Harjes
Grenzgänger Projekt - 27. November
| Das Grenzgänger Projekt ist ein etwa zweistündiges Konzertprogramm mit Songs, Texten und Stories zum Leben und Wirken des letzten in der nordwestdeutschen Kleinstadt Jever lebenden Juden Fritz Levy und dem niederdeutsch schreibenden Schriftsteller Oswald Andrae. Es geht in dem Programm um Verfolgung, Flucht, Rückkehr, Vertreibung und um die Widerstände bei der Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit einer Kleinstadt. Neben den beiden Protagonisten gibt es noch weitere mutige Menschen aus der Region im Nordwesten, die in Songs und Erzählungen eine wichtige Rolle spielen, so zum Beispiel die Oldenburger Sinti-Familie Schwarz, die mit ihren Wohnwagen in Jever lebte, als Fritz Levy Anfang der 50er Jahre aus dem Exil zurückkam, oder Eva Hirche, die sich mit ihrer jüdischen Mutter auf dem Dachboden des Kinos versteckte, nachdem sie unter anderem auch in Oldenburg nicht mehr sicher waren. Es sind spannende und wichtige Erzählungen. Alle Stories vereint, dass die Erzähler Teil der Geschichte sind. Die Songs werden getragen von Blues, Balladen, Folk, gespielt mit Gitarre, Kontrabass, Schlagzeug, Banjo, Trompete und viel Gesang. Die beiden Musiker Iko Andrae und Eckhard Harjes sind in Jever aufgewachsen und machen seit frühster Jugend in verschiedenen Bandprojekten zusammen Musik. Sie arbeiteten als Schüler mit an der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Kleinstadt und kannten Fritz Levy. Das Konzertprogramm haben die beiden zusammen mit dem Oldenburger Drummer Andreas Bahli Bahlmann entwickelt. Die Songs sind auf der CD Grenzgänger-Sessions veröffentlicht. Ein neues Album ist in Arbeit! Das Grenzgänger Projekt ist ein Zeichen für Demokratie und gegen Faschismus. In ihren autobiographischen Songs erzählen Ecki, Iko und Bahli die Geschichten von Menschen, von Nazi- Opfern und -Tätern aus ihrer Heimatregion. Songs und Stories gegen das Vergessen. |